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Top 10 Reitregionen in Spanien

Doñana National Park, Andalusia, Spain
Photo: unknown photographer, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Spanien hat eine der tiefsten Pferdetraditionen Europas, mit zwei Welterbe-Reitschulen, einer national gefeierten Rasse und einem Territorium, das von atlantischem Grün bis zu nordafrikanischem Trockenklima reicht. Der Andalusier — also die Rasse, die in Spanien PRE (Pura Raza Española) heißt — ist das Herzstück dieser Tradition: ein Barockpferd mit 4.000 Jahren iberischer Geschichte, für klassische Dressur, Stierkampf und Pferdeshow gleichermaßen geschätzt.

1. Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre, Jerez de la Frontera

Die Real Escuela ist zusammen mit der Spanischen Hofreitschule Wien die bekannteste Haute-École-Reitinstitution der Welt. Öffentliche Vorstellungen des Spektakels „Cómo Bailan los Caballos Andaluces" finden mehrmals wöchentlich statt; Morgenübungen der Reiter mit PRE-Hengsten sind an ausgewählten Tagen für Besucher offen. Die Schule betreibt außerdem eine Zucht von PRE-Hengsten und ist ein Weltzentrum der klassischen Reitkunst. Buchungen für beliebte Vorstellungen wochen- bis monatelang im Voraus.

2. Doñana-Nationalpark, Andalusien

Der Doñana-Nationalpark an der andalusischen Atlantikküste ist ein UNESCO-Welterbe aus Strand, Sümpfen, Pinienwäldern und Dünen. Reitritte in Doñana sind auf bestimmte Routen beschränkt, aber was erlaubt ist, ist außergewöhnlich: Reiten am Atlantikstrand ohne jeden Straßenlärm, Flamingos, Lynx-Spuren, und der Blick auf die Mündung des Guadalquivir. Lokale Operatoren in El Rocío und Almonte bieten geführte Ritte an; El Rocío selbst ist ein Dorf mit Sandstraßen und freien Pferden, das aussieht wie eine Filmkulisse des Wilden Westens.

3. Sierra Nevada, Andalusien

Die Sierra Nevada südlich von Granada bietet Sommer-Ritte auf Hochgebirgs-Routen, die im Winter Skigebiet sind. Betriebe in Monachil, Pradollano und auf der Alpujarra-Südseite des Gebirges bieten Ausritte ab 1.500 Metern Höhe an. Das Terrain wechselt von Kastanienwäldern in der Tierra Caliente zu alpinem Wiesengürtel; Blick auf die Küste und das Mittelmeer an klaren Tagen. Saison: Mai bis Oktober.

4. Picos de Europa, Asturien und Kantabrien

Die Picos de Europa im Norden Spaniens sind ein Kalksteinmassiv mit senkrechten Wänden und engen Tälern — Gebirge im atlantisch-grünen Norden, nicht im trockenen Süden. Reitbetriebe in Cangas de Onís und entlang des Flusses Cares bieten Ausritte durch feuchtes Buchen- und Eichengelände an. Die Region ist naturbelassen; Hirsche, Gämsen und Wölfe sind hier noch vorhanden.

5. Mallorca, Balearen

Auf Mallorca bieten Reitanlagen in der Serra de Tramuntana (UNESCO-Welterbe) und im Inland Ausritte durch Olivenhainen, über Trockensteinmauern und mit Blick auf die Mittelmeerküste. Betriebe wie Son Menut oder die Finca Can Toniet nahe Manacor halten gemischte Herde aus Menorcas und PRE-Kreuzungen. Das Terrain im Inland ist ruhig und moderat hügelig; Küstenabschnitte sind für Pferde teils zugänglich. Ganzjährig bereisbar.

6. Ronda, Andalusien

Die Ciudad de los Sueños — Romdas Tajo-Schlucht, Stierkampfarena und Weiße Dörfer — hat eine Reitinfrastruktur, die das dramatische Terrain ausnutzt. Reitbetriebe nahe Ronda bieten Ausritte entlang der Serranía de Ronda, durch Korkeichenwälder und auf Aussichtspunkte über die Tajo-Schlucht. Die umliegenden Weiße Dörfer (Zahara, Olvera, Grazalema) sind auf mehrtägigen Routen verbindbar.

7. Katalanische Pyrenäen, Katalonien

Die katalanischen Pyrenäen um Ripoll, La Seu d'Urgell und Berguedà bieten Reittouren auf gut markierten Wegen durch Buchenwälder, alpine Wiesen und mittelalterliche Dörfer. Betriebe in dieser Region halten oft Pyrenäen-Halbblüter und PRE-Kreuzungen; das Terrain ist technisch und für Erfahrene geeignet. Die Region ist touristisch noch wenig ausgelastet.

8. Camino de Santiago zu Pferd, Galicien

Der Jakobsweg kann zu Pferd geritten werden — offizielle Reitabschnitte sind auf den Hauptwegen ausgewiesen, und in Santiago de Compostela nimmt der Orden Berittene in der Pilgertradition an. Der Französische Weg (Camino Francés) ist in weiten Teilen für Pferde zugänglich; der Galicische Abschnitt zwischen O Cebreiro und Santiago (ca. 150 Kilometer) ist der bekannteste Reitteil. Lokale Outfitter bieten Leihpferde und Stall-zu-Stall-Unterkunft an.

9. Costa Brava, Katalonien

Die Costa Brava nördlich von Barcelona bietet Strandabschnitte und Hinterlandwege, auf denen Reitbetriebe Ausritte organisieren. Der Naturpark Cap de Creus, Spaniens östlichstem Punkt, ist auf Pferderücken nur mit Genehmigung zugänglich; lokale Anlagen nahe Cadaqués und Roses können das koordinieren. Das Terrain ist felsig und mediterran.

10. Menorca und Doma Menorquina

Menorca hat eine eigene Reitdisziplin: die Doma Menorquina, eine Form der Haute-École, bei der Hengste auf den Hinterbeinen aufgerichtet werden und über die Köpfe von Festivalzuschauern balancieren. Diese Tradition ist Bestandteil der Fiestas patronales jedes menorquinischen Dorfes im Sommer. Reitzentren auf Menorca halten PRE-Hengste und bieten Einführungen in die Doma Menorquina; das Zuschauen bei einer Fiesta ist in den Sommermonaten auf der gesamten Insel möglich.

Saisonplanung

Andalusien ist im Sommer zu heiß für intensive Ritte (über 38°C); Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind die besten Zeiten. Der Norden und die Pyrenäen reden September bis Oktober; Menorca und Mallorca sind von Frühling bis Herbst bereisbar.

Alle auf einen Blick

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